Frühstück auslassen: Wie wichtig ist das Frühstück wirklich?

Frühstück auslassen: Wie wichtig ist das Frühstück wirklich?

Dies ist ein Gastbeitrag von Tobias, Biohacker und Selbstoptimierer. Er ist Autor und Blogger auf www.brainperform.de.

Hast Du dich auch schon einmal gefragt, wie wichtig das Frühstück tatsächlich ist?

Eine interessante Frage, die mich schon lange beschäftigte. Vor einigen Jahren habe ich meine Antwort darauf gefunden.

Ich brauche kein Frühstück.

Intermittent Fasting (auch intermittierendes Fasten genannt) war die Lösung. Eigentlich ist es ein bisschen wie früher…

Da wurde in guten Zeiten geschlemmt solange es ging und wenn es nichts zu essen gab, wurde eben gehungert oder, wie wir es heute nennen, gefastet. Das funktionierte ganz gut.

Im Körper wurden in den Zeiten des Überflusses Energiereserven gespeichert und in Hungerzeiten wieder mobilisiert.

…und das gleiche geschieht auch beim Intervallfasten.

Intervallfasten und auf das Frühstück verzichten

Beim Intermittierendem Fasten kann zwischen täglichen Essenspausen oder ganzen Fastentagen gewählt werden.

Entscheidest du dich für die Methode der täglichen Essenspausen, sieht das Vorgehen so aus:

Pausiere 16 Stunden während der Nacht und nehme in den verbleibenden 8 Stunden nur 2 Mahlzeiten zu dir. Zum Einstieg in das Intervallfasten ist das 16/8-Fasten die beliebteste und einfachste Methode für fast jeden Menschen.

Ein Beispiel dazu: Du bist Frühaufsteher, stehst um 7.00 Uhr auf und verzichtest auf dein Frühstück. Stattdessen nimmst du deine erste Mahlzeit erst um 12.00 Uhr ein. Dann kannst du in der Zeit zwischen 16.00 und 20.00 Uhr deine zweite und letzte Mahlzeit für den Tag zu dir nehmen.

Heißhungerattacken?

Warum, fragst du? Einfache Antwort: Durch Esspausen von 4 – 5 Stunden können u.a. Heißhungerattacken vermieden werden und es geschehen noch viele weitere gesundheitliche Vorteile wie eine erhöhte Produktion des HGH-Hormon (menschliches Wachstumshormon), verbesserte Denkleistung, mehr Fokus und für viele Menschen der wichtigste Vorteil, du wirst erfolgreich Gewicht verlieren.

Suchst du für dich die Methode der ganzen Fastentage aus, sieht die Vorgehensweise so aus: 5 Tage in der Woche isst du normal und an 2 Tagen in der Woche verzichtest du komplett auf jede Nahrungszufuhr.

Jetzt fragst du dich sicher: “Was heißt denn normal essen?” Damit ist gemeint: Iss in Maßen (nicht mehr als sonst), worauf du Lust hast. Du brauchst an diesen 5 Tagen keine Kalorien zu zählen.

Von Vorteil wäre es, wenn deine Ernährung, hauptsächlich aus Hülsenfrüchten (grüne Bohnen), Obst, grünem Gemüse, Nüsse, magerem Fleisch und Beeren bestünde.

Frühstück

Trinken ist in der Zeit des Fastens sehr wichtig. Mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit sollten es sein. Logischerweise macht dabei vor allem Wasser, ungesüßter Tee und nur wenig Kaffee Sinn. Wie du unschwer erkennen kannst, nur stilles Wasser. Alkohol kann den gewünschten Erfolg schmälern, da neben den vielen Kalorien, die du damit zu dir nehmen würdest erfahrungsgemäß auch noch Heißhungerattacken hinzukommen.

Dann folgen 2 Tage, an denen du komplett auf Mahlzeiten verzichtest oder dich wahlweise ohne Kohlenhydrate ernährst (keine Nudeln, Kartoffeln, kein Brot und kein Zucker) mit einer sehr reduzierten Kalorienmenge (500 Kalorien/Frau – 600 Kalorien/Mann).

Ist Intervallfasten eine typische Diät?

Intervallfasten ist keine typische Diät. Es handelt sich bei dieser Fastenart vorrangig um die Regelung von Essenszeiten.

Der Fastenzeitraum beim 16/8-Fasten ist an einem Tag doppelt so hoch wie der Zeitraum, in dem Essen zu bestimmten Tageszeiten erlaubt ist. Was ich als absolut erwähnenswert finde ist, dass dieses Fasten ohne Vorschriften bezüglich dem, was gegessen werden darf oder nicht, auskommt. Mir persönlich nimmt das sehr viel Druck!

Ist der Verzicht auf das Frühstück nicht ungesund?

Doch beim Auslassen des Frühstücks gehören auch einige Nachteile dazu…

“Wo Licht ist, ist auch Schatten.” Ein altes Sprichwort. Wer kennt es nicht?

Hier zähle ich nun mal die mir bekannten Nachteile des Intermittent Fasting auf:

  • zu Beginn des Fastens wird es zu Niedergeschlagenheit, Hungergefühlen, Kopfschmerzen, leichter Übelkeit und Mundgeruch kommen
  • Schwindelgefühle und falsches Denken bezüglich der Wahl der erlaubten Nahrungsmittel gehören ebenso zu den negativen Begleiterscheinungen
  • sowie dem “inneren Schweinehund”

Die gesundheitlichen Vorteile

Frühstück

Die unglaublichen gesundheitlichen Vorteile des Intervallfastens sind in zahlreichen Studien belegt worden:

  • Vorbeugung von Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Fettleber
  • Verbesserung der Blutfettwerte und der Regeneration der Zellen
  • Verringerung der Entzündungsherde
  • Normalisierung von Cholesterinwerten
  • Steigerung der Schlafqualität, weil der Körper nachts weniger mit der Verdauung zu tun hat

Das hört sich sehr medizinisch an, ich weiß. So ging es mir am Anfang auch. Ich wollte mich mit diesen Themen nicht auseinandersetzen.

Heute weiß ich es besser und bin froh, gegengesteuert zu haben. Seit über einem Jahr esse ich kein Frühstück mehr und bin dadurch viel glücklicher und habe mehr Energie, als jemals zuvor.

Doch eines sollte unbedingt erwähnt werden. Das Intervall-Fasten ist nicht für jeden geeignet.

Was dagegen sprechen kann:

  • du hast viele chronische Krankheiten
  • Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Niedriger Blutdruck
  • Verschiedene Stoffwechselerkrankungen
  • Untergewicht
  • zu hohes Lebensalter

Aus meiner Sicht ist das Aufsuchen deines Hausarztes das Wichtigste, bevor du mit dem Fasten startest.

Bekommst Du sein “Okay”, dann kannst du wirklich starten.

Fazit

Es gibt bis jetzt nur wenig abgeschlossene Studien bezüglich Intervallfasten beim Menschen.

Die aktuellen Studien zum Intermittent Fasting befassen sich gerade mit den folgenden Themen:

  • Neurologische Krankheiten (Multipler Sklerose, Morbus Parkinson und Demenz)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck)

Darüber zu schreiben lohnt sich erst, wenn mehr erforscht wurde.

Eine interessante Sache möchte ich allerdings noch loswerden:

Bei einem Tierversuch mit Mäusen wurde die Fasten-Methode “An einem Tag essen, am nächsten Tag fasten” ausprobiert. Das Ergebnis war beeindruckend. Die Lebensdauer der Tiere verlängerte sich nachweisbar.

Experten diskutierten darüber und gingen dann davon aus, dass dies nur durch den Zellreinigungsprozess durch das Fasten möglich geworden sei.

Auch wenn Mäuse kleine Tiere sind, glaube ich, dass sie die Vorreiter für große und gute Entwicklungen im Bereich der Gesundheitsforschung für den Menschen sind!

Wie sieht es bei dir aus? Könntest du dir auch vorstellen, auf dein Frühstück zu verzichten? 🙂

Ich freue mich auf dein Kommentar und dein Feedback.

Über den Autor:Dies ist ein Gastbeitrag von Tobias, Biohacker und Selbstoptimierer. Er ist Autor und Blogger auf www.brainperform.de. In seinen Artikeln gibt er seinen Erfahrungsschatz aus jahrelangem Biohacking weiter, welcher sich auf eine gesunde Ernährung, mehr mentalen Fokus und einem besseren Schlaf bezieht. Mehr über Tobias findest du auf seiner Website https://www.brainperform.de.